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Center for Cultural Studies on Science and Technology in ChinaForschungsreise nach China und Workshop in Beijing im Frühjahr 2012

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Zweiter Forschungsaufenthalt in China und Auftakworkshop in Beijing

Vom 1. bis 5. April 2012 fand ein erster Workshop im Rahmen des Forschungsprojekts “Making Technology Appropriate: Technology Transfer from Germany to China” in den Räumen der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) in Beijing statt. Geleitet von Prof. Dr. Wolfgang König (TU Berlin) und Prof. Dr. Zhang Baichun (CAS) wurden methodische und inhaltliche Herangehensweisen an das Themenfeld diskutiert und bisherige Ergebnisse der empirischen Fallstudien zur Dampftechnologie und zur Waffentechnologie besprochen.

Yuan Chao (Beihang University), Zhou Wei (Chinesisches Eisenbahnmuseum), Zhang Baichun (CAS), Wolfgang König (TU Berlin), Dirk Forschner (TU Berlin), Guo Keqian (Beihang University), Huo Hongtao (Chinesisches Eisenbahnmuseum), Li Haibin (Chinesisches Eise
Lupe

Prof. Wolfgang König leitete den Workshop mit einem Vortrag zu den zentralen Begrifflichkeiten des Forschungsprojektes, Appropriation (Aneignung) und Technologietransfer, ein. Das reziproke Verhältnis von Gesellschaft und Technologie und der gegenwärtige Forschungsstand zu diesem Thema wurden anschließend diskutiert. In seinem Impulsvortrag betonte Prof. Dr. König die Wichtigkeit der Methodenwahl für die Forschung des Projektes. Auch anerkannte Theorien müssten stets einer erneuten empirischen Rückbindung unterzogen werden, schließlich stünde „jeder Fall nur für sich selbst.” In der deutsch-chinesischen Kooperation sieht König eine wesentliche Stärke des Forschungsprojektes.

Prof. König betonte, dass der zwischen Deutschland und China erfolgte Technologietransfer nicht auf eine Beziehung zwischen Geber und Empfänger zu reduzieren sei. Vielmehr sei die Geschichte seit der Industriellen Revolution sowohl durch eine Lokalisierung als auch durch eine sich intensivierende Globalisierung gekennzeichnet, was auch entsprechend konzeptionell zu vereinbaren sei: als eine Geschichte der Glokalisierung (glocalization).

Im Anschluss berichteten Dr. Dirk Forschner sowie Dr. Sun Lie über die von ihnen untersuchten Fallstudien zur Dampf- und Waffentechnologie. Dr. Dirk Forschner präsentierte erste Ergebnisse seiner vergleichenden Analyse von Archivmaterialien (insbesondere Konstruktionszeichnungen deutscher Lokomotivhersteller), und angepassten, noch erhaltenen Artefakten. Anhand der bisherig zusammengetragenen Materialien aus deutschen und chinesischen Archiven, der Recherche von Dokumenten und der Analyse von Artefakten, Bildmaterial und technischen Konstruktionszeichnungen erarbeitete Sun Lie in seiner Präsentation zusammen mit den Workshopteilnehmern Schwerpunkte der bevorstehenden Forschungsarbeit seiner Fallstudie zur transferierten Waffentechnologie.

Der Workshop wurde mit Mitteln der DFG, der TU Berlin, sowie der CAS finanziert. Der nächste Workshop soll im Oktober in Berlin stattfinden.

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