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TU Berlin

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XXII. Jahrestagung der DVCS

Kontinuität und Umbruch in Chinas Geschichte und Gegenwart

Rui Magone (Universidade de Lisboa):

Kontinuität und Umbruch: Der epistemische Horizont im China des 17. Jahrhunderts (2/2): Kontinuität (Abstract)

Man weiß nicht genau – auch weil man dabei ständig an die Macht der Kontrolltechnologie im 21. Jahrhundert denken muss –, wie man den Zusammenhalt des spätkaiserlichen China erklären soll. Wie konnte ein riesiges Reich mit einer nur schwachen Kommunikations- und Verwaltungsstruktur und dazu einem Zentrum, das nicht mal richtig zentral lag, so viele Jahrhunderte am Leben erhalten werden? Die historiographischen Erklärungsmodelle oszillieren zwischen dem mythischen Extrem des "immobilen Reiches", in dem das Zentrum und die Peripherie quasi wie ein Schachbrett mit genau determinierten Figuren erscheinen, und der postmodernen Analogie des Google-Imperiums" avant la lettre, in dem das Zentrum nirgends und deshalb überall war. Der Beitrag möchte einen genauen Blick auf die Verbotene Stadt werfen, um anhand des Palastprüfungszyklus zwischen 1600 und 1700 die bisherigen Erklärungsmodelle zu testen, aber vor allem zu transzendieren.