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Center for Cultural Studies on Science and Technology in Chinachinnotopia

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Wie leben wir in den nächsten 10, 20, 30 Jahren? Welche Veränderungen bringen Innovationstechnologien in unserer Lebenswelt und wie beeinflusst die schnell voranschreitende Digitalisierung die Gesellschaft? 

Im Vergleich zu Europa ist China ein Innovationsinkubator: 
Es gibt viele innovative Talente, unterstützt von staatlichen Agenturen boomt die innovations-technologische Start-up-Szene und risikofreudiges Wagniskapital ist reichlich vorhanden. Der politische Systemrivale begünstigt diese Entwicklung mit einer zügigen Umsetzung und Verbreitung neuer Technologien in einer experimentierfreudigen Gesellschaft.

chinnotopia - Future designed by China

ist ein neues online-Format für den Informationsaustausch rund um die Technologieentwicklungen in China und ihre Einflüsse auf die Gesellschaft(en). In den Werkstattgesprächen setzten wir uns mit Zukunftsszenarien einer Gesellschaftstransformation in China und Europa auseinander.

Mit der online-Feature-Reihe wird auch ein innovatives Lehrformat angeboten, die monatlichen Werkstattgespräche sind in eine gleichnamige Lehrveranstaltung eingebettet. chinnotopia richtet sich an Studierende ebenso wie an eine breite Zuhörerschaft aus Fachwelt und interessierter Öffentlichkeit. chinnotopia ist eine Vortragsreihe des TUWITECH-Projektes, die sich insbesondere an Gründungsinteressierte und Gründer*innen richtet. 

chinnotopia wird in Kooperation von 

Dr. Josie-Marie Perkuhn (CAU), 

Nancy Wilms, PhD (RUB) und 

Dr. Tania Becker (TUB) angeboten. 

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Call for Participation

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Wer sich aktiv mit einem einminütigen Statement an der Diskussion beteiligen möchte, bewirbt sich bitte mit einem ShortBio (max. 250 Wörter) bis zum Freitag vor der jeweils kommenden Veranstaltung.

Für die Zugangsdaten senden Sie uns bitte einfach eine 
Anmeldung

Veranstaltungen 2020/2021

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12.01.2021 | „Driving The Fast Lane Towards Future’s Mobility"

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Wann: Dienstag, den 12.01.2021, 16 -18 Uhr

Wo: digitaler Raum, Zoom (Anmeldung unter 

Was treibt Chinas Zukunftsmobilität an? Die chinesische Regierung setzt auf e-Mobilität zur Bewältigung der enormen Herausforderungen im Verkehrswesen. Auch in anderen Technologiebereichen der „neuen Mobilität“ prescht China voran: Die Technologien Autonomous Driving, Shared Mobility und Connected Car sind in chinesischen Strategiepapieren fest verankert. Doch wie gut werden die Technologien gesellschaftlich angenommen? Was sind die Beweggründe für Chinas Offensive im Future Mobility? Wer sind die Akteure? 

Till Ammelburg ist Mitarbeiter beim chinesischen Inkubator TechCode mit Sitz in Berlin. Er studierte Chinawissenschaften an der Universität Leipzig sowie an der FU Berlin und interessierte sich früh für die Dynamiken der gegenwärtigen chinesischen Gesellschaft und Wirtschaft. Seit 2006 führten ihn unterschiedliche Tätigkeiten nach China. Zuletzt war er als Berater von deutschem mittelständischem Unternehmen in Shanghai tätig. Seit 2017 ist Till Ammelburg wieder in Berlin und unterstützt bei TechCode europäische Startups mit Technologien u.a. aus den Bereichen KI, Mobilität und Industrie 4.0 dabei, im chinesischen Markt Fuß zu fassen. Darüber hinaus ist er bei GINN tätig, ein deutsch-chinesisches Netzwerk, das es zum Ziel hat, Gründer*innen aus beiden Welten besser zu vernetzen.

Prof. Dr.-Ing Andreas Braasch (Sicherheits- und Zuverlässigkeitsmanagement, Hochschule Ruhr West) wird einen Vision Talk zur Zukunftsmobilität halten.

David Michalik (Bergische Universität Wuppertal), Fabienne Frauendorfer (LiangDao, Berlin) und Lars Tasche  (TU Berlin und Tongji University, Shanghai) beteiligen sich mit Diskussionsbeiträgen zu den Fachbereichen Sensorik und Digital Twins.

Auf der Überholspur? “Driving the fast lane towards future’s mobility” Eine chinnotopia-Veranstaltung am 12. Januar 2021

Wie werden wir in den kommenden Jahrzehnten leben, wie werden wir unsere Mobilität entwickeln, sowohl in den Städten als auch zwischen den Kontinenten? Mit diesen Fragen und vielen innovativen Antworten aus den Forschungslaboren in China und weltweit startete am 12. Januar 2021 die Online-Feature-Reihe chinnotopia: Future designed by China mit der dritten Folge in das neue Jahr.

Mit einer herzlichen Begrüßung stellte das chinnotopia Team um Josie-Marie Perkuhn , Tania Becker und Nancy Wilms Thematik sowie Beitragende zur Sitzung vor. Der Keynote-Referent Till Ammelburg skizzierte die umfassenden wirtschaftlichen und politischen Strategien Chinas zur Umsetzung der autonomen Mobilität. Für das Jahr 2025 plant die VR China z.B. eine hundertprozentige Abdeckung des Verkehrs mit ICV’s (Intelligent and Connected Vehicles). Die intelligent miteinander kommunizierenden Fahrzeuge versinnbildichen die nicht so weit in der Ferne liegende Zukunftsvorstellung der Automotiv-Branche. Mehr Sicherheit im Straßenverkehr soll erreicht werden. Ebenso soll die Umwelt durch effiziente Antriebe und einen flüssigen Verkehr geschont werden, sowie im Rest der Welt die Technologieführerschaft in Sachen Mobilität erlangt werden. Denn der Kampf um alternative Fahrsysteme und Antriebstechnologien wird in China, neben anderen Technologiebereichen wie der Künstilichen Intelligenz (KI), auch als Kampf der politischen Systeme verstanden.

Prof. Andreas Braasch, Mobilitätsexperte an der Hochschule Ruhr West, analysierte in seinem Beitrag die Frage nach dem spezifisch chinesischen Tempo des Mobilitätwandels. Durch den rasanten Bevölkerungszuwachs besonders in den Städten und den daraus resultierenden Problemen wie Verkehrsinfarkt und Smog ist China stärker zu einer zügigen Reaktion „gezwungen“ als Europa. So genannte Smart Cities sollen die Herausforderungen bewältigen. Diese Städte sorgen durch einen flächendeckenden autonomen Verkehr und Car- sowie Bike-Sharing (Stichwort Shared Mobility) für weniger Individualverkehr.

Vier kompakte Diskussionsbeiträge von David Michalik, Fabienne Frauendorfer, Lars Tasche und Enrico Schnick beleuchteten in zwei-bis dreiminütigen Statements spezifische innovationstechnologische Entwicklungen um das Thema Intelligente Mobilität. Warum z.B. wir Sensorik an autonomen Fahrzeugen brauchen und wie diese für intelligentes Verkehrsmonitoring (LiDAR) genutzt wird. Auch die Logistik steht vor einem unabdingbaren Mobilitätswandel. Durch den gestiegenen Anstieg im Transport von Paketen könnte eine Möglichkeit „Crowd Logistic“ heißen. Kunden holen ihre Pakete dann an zentralen Orten, zum Beispiel nach der Arbeit, selber ab und sorgen damit für weniger Verkehr. 

Studentinnen und Studenten der Sozialwissenschaft/Politikwissenschaft aus dem Seminar von Frau Perkuhn an der CAU stellten zu Beginn der Diskussionsrunde kritische Fragen zur Anwendung von Simulationstechnologien (Digital Twins) für die Verkehrsplanung und (im Fall Chinas) auch darüber hinaus (Sozialkredit), zu den erheblichen Herausforderungen der Hyperloop/flight Technologie (als Alternative zum Flugverkehr) und zur ethischen Herausforderung, die eine fortschreitende Interaktion oder gar Integration von Mensch und Maschine mit sich bringen: Sollen wir „smart devices“ mit uns tragen, um selbstfahrende Autos auf uns aufmerksam zu machen?  

Alexander Schlak, TU Berlin

15.12.2020 | „ The Two Horns of a Blockchain Dilemma: Transparency and Anti-Corruption"

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Wie konnte Blockchain es in kürzester Zeit von einer volatilen Kryptowährung in die breite Anwendung schaffen? Die chinesische Führung hat klare Vorstellungen entwickelt, unter welchen Bedingungen und in welchen Bereichen die Technologie zum Einsatz kommt. Doch wurde der Kompromiss zwischen politischer Zentralkontrolle und dezentraler Softwareprotokolle wirklich geschafft?  


Kai von Carnap befasst sich mit technologischen Trends und der digitalen Entwicklung Chinas am Mercator Institute for China Studies (MERICS) in Berlin. 


Dr. YU Maoyuan (China Construction Bank, Frankfurt/Main) gibt einen Vision Talk zu Fintech und Blockchain in China. Mit einem Diskussionsbeitrag ist Rechtsanwalt Prof. Dr. Daniel Graewe, LL.M. (Nordakademie Hamburg) beteiligt.

Flyer der kommenden Veranstaltungen

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Flyer der vergangenen Veranstaltungen

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Videos der vergangenen Veranstaltungen

12.01.2021| „Driving The Fast Lane Towards Future’s Mobility"

15.12.2020 | "The Two Horns of a Blockchain Dilemma: Transparency and Anti-Corruption"

17.11.2020 | "Future designed by China" mit der Keynote-Referentin Miriam Theobald (DONGXii)

Giulia Merker (SHAN e.V.) berichtet von ihren Eindrücken

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chinnotopia – China Innovation Utopie oder Dystopie?

„Die Zukunft kommt aus China mit einer beispiellosen Geschwindigkeit digitaler Innovation. Utopie oder Dystopie?“ Mit dieser Frage startete am 17. November 2020 die Online-Feature-Reihe über den Innovationsinkubator China – chinnotopia: Future designed by China. Die online-feature Reihe bietet in einem monatlichen Rhythmus Studierenden und Interessierten Gelegenheit für Austausch zu Technologieentwicklungen in China und ihren Einflüssen auf die Gesellschaft(en). Wie sieht die Zukunft der digitalen Gesellschaftstransformation in China und Europa aus? Und welche Rolle spielen digitale Innovationstechnologien im Leben der Menschen?

Nach einer kurzen Einführung macht die Keynote-Referentin, Miriam Theobald, den Anfang. Die Mitgründerin und Geschäftsführerin der Plattform DONGXii stellt ausgewählte digitale Trends vor, die in China nicht erst seit der Corona-Pandemie den Alltag der Menschen mitbestimmen. Allgemein identifiziert die Wirtschaftssinologin und Humangeographin eine Neuorientierung vom Produkt hin zum Service. Life Streaming und soziale Medien dominieren in China die Lebenswelt. Wie das chinesische virtual social life aussehen kann, skizziere der Dokumentarfilm „People’s Republic of Desire“. Digitale Assistenten wie der smart speaker Xiaodu 小度 schlichen sich über die Generationen hinweg in das Leben. Ein digitaler Assistent lernt, die Stimme der Mutter zu imitieren und liest den Kindern die Gute-Nacht-Geschichte vor, er hört am anderen Ende der Leitung der Telefon-Seelsorge zu, misst den Blutdruck des Großvaters, lernt im Hintergrund, wie der Realtime-Lehrer unterrichtet, um diesen später zu ersetzen. So könnte die Zukunft aussehen. Mit der Aufforderung, China als Reallabor anzuerkennen und sich ohne eine Wertebrille anzuschauen, wie die digitale Transformation dort funktioniert, schließt Miriam Theobald ihren Input.

Bevor die anschließende Diskussion beginnt, bietet die Heidelberger Doktorandin amerikanischer Literatur, Ulrike Freitag, mit Bezug auf den Titel der Veranstaltungsreihe eine kurze Einführung in den Ursprung utopischer und dystopischer Ideologien. Während das auf Platon zurückgehende und im 16. Jahrhundert von dem britischen Politiker Thomas More geprägte Konzept der Utopie eine Idealgesellschaft abbildet, stellt die im 19. Jahrhundert von John Stuart Mill geprägte Dystopie den Gegenentwurf hierzu dar, nämlich einen Ort, an dem es schlecht um die Dinge bestellt ist. Die Mitveranstalterin und Alumna der Universität Heidelberg Dr. Josie-Marie Perkuhn betont die unterschiedlichen, meist auch kulturell beeinflussten, Perspektiven: So wird des Einen Utopie des Anderen Dystopie.

Vor diesem Hintergrund geht es in die Diskussion zwischen Innovations- und Entrepreneurship-BefürworterInnen und -SkeptikerInnen, die von der Frage bestimmt wird, wie Deutschland oder auch Europa als Ganzes diese Innovationsentwicklungen und die damit einhergehenden Standardsetzungen aktiv mitgestalten kann. Mit diesen Visionen entlassen die Moderatorinnen Dr. Josie-Marie Perkuhn (CAU), Nancy Wilms PhD und Dr. Tania Becker (TUB) die Teilnehmenden bis zur nächsten Veranstaltung am Dienstag, dem 15.12.2020, 16:00 bis 18:00 Uhr mit unserem Heidelberger Alumnus Kai von Carnap (MERICS) zum Thema „The two horns of a blockchain dilemma: transparency and anti-corruption“.

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