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Center for Cultural Studies on Science and Technology in ChinaHS/SE: Chinabilder in der Geschichte

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Chinabilder in der Geschichte

Anmeldung: bis zum 11. April 2021 unter www.china.tu-berlin.de/anmeldung

Was meinen wir eigentlich, wenn wir von China sprechen? Auch heute noch wird das Land trotz aller Möglichkeiten der modernen Kommunikation oft als das große Unbekannte, das große Abenteuer wahrgenommen. Andererseits wimmelt es auch hierzulande von Chinakennern und Chinaverstehern unterschiedlichster Couleur.

Die Geschichtsschreibung der westlichen Auseinandersetzung mit China beginnt meist mit Marco Polo (13. Jh.) und der Jesuitenmission um Matteo Ricci (16. Jh.). Über die Jahrhunderte entstanden durch die Begegnung und Beschäftigung mit China ganz unterschiedliche, teils widersprüchliche Chinabilder im Westen – von negativen Stereotypen bis zu romantisierenden Chinaträumen. Heute wird China in der deutschen Öffentlichkeit und Medienlandschaft meist aus wirtschaftlicher oder geopolitischer Perspektive entweder als große Gelegenheit oder großer Gegner dargestellt.

Die transkulturelle Konstruktion birgt immer die Gefahr, China historisch und kulturell als monolithisch wahrzunehmen und eine den eigenen Interessen entsprungene China-Phantasie zu kreieren. In diesem Kurs setzen wir uns in historischer Perspektive mit den Klischees und Vorstellungen über China auseinander, die im Westen und insbesondere in Deutschland vorherrschten und teilweise bis heute nachwirken - von den Chinabildern deutscher und europäischer Intellektueller seit der Aufklärung über China als Objekt deutscher Kolonialinteressen und „roter Chinaromantik“ bis zu Erwartungen an eine chinesische Zivilgesellschaft und den Medienbildern der jüngsten Vergangenheit. Wir werden auch einen Blick auf wissenschaftliche Deutungsmuster in Hinblick auf China zwischen „Tradition“ und „Moderne“ werfen.

Dabei wird nicht nur die Rückbindung an geschichtliche Ereignisse und Entwicklungen in China und Europa berücksichtigt, sondern besonderes Augenmerk darauf gelegt, wie Chinabilder sich auch heute z.B. auf wissenschaftliche und wirtschaftliche Kooperationen auswirken und welche Bedeutung Chinakompetenz in diesem Kontext hat. Das Seminar vermittelt neben historischen Einblicken auch die Fähigkeit, die eigene Sichtweise auf China kritisch zu hinterfragen sowie die Kompetenz im Umgang mit chinesischen Akteuren z.B. in wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Kooperationen zu stärken.

HS/SE: "Chinabilder in der Geschichte"
LV-Nr. 3131 L 174
Dozent:
Frenzel, Andrea
Termine: 
Do 10-12 Uhr
Beginn:
22.04.2021
Raum:
online
Anmeldung:
Bis zum 11.04.2021 unter www.china.tu-berlin.de/anmeldung
Module:


WTMC;
WTAC;
WTC

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