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Center for Cultural Studies on Science and Technology in ChinaHS/SE: "Zauber der Materie: Alchemie in China und im Westen"

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Zauber der Materie: Alchemie in China und im Westen

Anmeldung: bis zum 29. Oktober 2020 unter

www.china.tu-berlin.de/anmeldung

Alchemie, die Lehre vom Aufbau der Materie, ihrer Eigenschaften und Umwandelbarkeit ist im Abendland wie auch in China eng mit dem Wunsch nach Überwindung der eigenen Vergänglichkeit verbunden. In China experimentierten Alchemisten schon ausweislich der frühesten dokumentierten Schriften aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. mit der Verwandlung von Materie, eigenem Körper und Geist hin zur Unsterblichkeit. Diese soteriologische Funktion ist typisch für beide Hauptformen der Alchemie in China: der „äußeren Alchemie“ (waidan), die sich auf die Herstellung und Einnahme von Elixieren konzentrierte, und der „inneren Alchemie“ (neidan), die auf die innere Transformation durch Meditation abzielte. Das Spektrum der Alchemisten in China wie im Westen reichte von frühen chemischen und pharmazeutischen Experimenten bis zu vormodernen Vorstellungen über den Aufbau der Materie, wozu auch die Idee der Transmutation von Metallen und anderen Elementen gehörte. Am Ende stehen stark mystisch gefärbte Spekulationen über die kontrollierte Wandelbarkeit der Welt und des Adepten.

Das Seminar „Zauber der Materie: Alchemie in China und im Westen“ vergleicht die chinesischen alchemistischen Traditionen mit den Bestrebungen, die seit dem Mittelalter in westlichen Ländern vorherrschten und als Vorläufer heutiger Wissenschaften wie Pharmazie, Chemie oder Medizin gelten. Um die Zusammenhänge zwischen den beiden „Alchemien“ besser verstehen zu können, wird sich das Seminar mit dem wissenschaftshistorischen Horizont der damaligen Zeit auseinandersetzen: den kosmologischen Prinzipien und Vorstellungen sowie den philosophischen Schulen (z. B. dem religiösen Daoismus in China, oder der Scholastik und der Wiederentdeckung der klassischen griechischen Philosophie im Westen).

Das Seminar wird grundlegende Konzepte, Prinzipien und Praktiken dieser zwei parallel zueinander entstandenen „Alchemien“ untersuchen. Dabei werden u. a. folgende Themen besprochen: Zu welchem Zweck beherrschten die Alchemisten chemische Manipulationen? Nach welchen Prinzipien haben sie ihre Prozesse gestaltet? Wie konstruierten sie entweder in ihren Labors oder in ihren Körpern Modelle kosmischer Ordnung und Prozesse? Mit welchen Absichten und welchen Interessen verfolgte die Alchemie die Transmutation der Stoffe (Goldmacherei)? Wie und wann verlor die Alchemie ihre Bedeutung und in welchen Bereichen existieren alchemistische Vorstellungen noch heute (Tiefenpsychologie bei C. G. Jung, Esoterik)? Gibt es eine Wiederkehr alchemistischen Denkens?

HS/SE: "Zauber der Materie: Alchemie in China und im Westen"
LV-Nr. 3131 L 170
Dozentinnen:
Becker, Tania und Kirkova, Zornica 
Termin: 
Mi 14-16 Uhr
Beginn:
04.11.2020
Raum:
Module:


BA KulT WTG 2, 4
BA KulT FW 18, 19, 20
MA-GKWT 2
MA TGWT 2, 4
BA- KulT FW 35: China 1, BA-KulT FW 36: China 2
MA FW 37: China 1, MA FW 38: China 2
MA-TGWT WTC
Chinakompetenz-Zertifikat & FÜS:
CK-WTC, CK-TeCh

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